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SEO- und GEO-Optimierung für Newsrooms und PR-Teams | Presspage
26:58

TL;DR - KURZ ZUSAMMENGEFASST

  • SEO sorgt dafür, dass euer Newsroom gefunden wird. GEO entscheidet, ob Inhalte von KI-Systemen ausgewählt, zusammengefasst und zitiert werden.

  • Für KI-Suche zählen Klarheit, Struktur und expliziter Kontext mehr als kreative Formulierungen oder implizite Botschaften.

  • Gut strukturierte Newsroom-Inhalte mit klaren Zusammenfassungen, eindeutiger Autorenschaft und interner Verlinkung werden eher korrekt von KI-Systemen weiterverwendet.

  • Die meisten Newsrooms brauchen keinen neuen Arbeitsablauf. Es reicht, die bestehenden SEO-Grundlagen konsequent zu schärfen, um auch GEO zu unterstützen.

 

Seit Jahren hieß es für PR-Teams: Denkt wie Publisher. Auf die richtigen Keywords setzen. Auf Seite eins ranken. Den Klick holen.

Doch dieses Spielfeld verändert sich gerade grundlegend.

Mit Blick auf 2026 wird der Wandel immer klarer: Es sind zunehmend KI-Systeme, die entscheiden, welche Marken sichtbar werden und welche nicht. Schätzungen zufolge könnten bereits heute 20 bis 50 Prozent des klassischen Suchtraffics wegfallen.

Für Newsroom-Inhalte ist das ein echter Umbruch. Es geht nicht mehr nur darum, gut zu ranken, sondern auch, von KI verstanden, ausgewählt und weiter zitiert zu werden.

Wie wird man in LLMs sichtbar? Willkommen bei: Generative Engine Optimization (Generative Suchmaschinenoptimierung), kurz GEO (oder Answer Engine Optimization, kurz AEO)

Wichtig dabei: SEO ist nicht von gestern. Aber GEO/AEO ändert den Fokus. Entscheidend ist, ob Inhalte klar, verlässlich und sauber strukturiert sind, damit KI-Systeme sie sicher in eigenen Antworten nutzen und korrekt auf die Quelle verweisen können.

In diesem Leitfaden erklären wir den Unterschied zwischen SEO vs GEO verständlich und praxisnah, speziell für Newsroom- und PR-Teams. Wir zeigen, wo KI-basierte Auffindbarkeit heute entsteht, was sich wirklich verändert hat, was gleich geblieben ist, und wie sich Newsroom-Inhalte anpassen lassen, ohne bestehende Prozesse komplett herauszuschmeißen.

 

Warum SEO und GEO für heutige Newsrooms entscheidend sind

Bevor dich jetzt das nächste Akronym abschreckt, die gute Nachricht vorweg: Das meiste von dem, was du für SEO bereits machst, bleibt relevant.

Klare Strukturen. Aufschlussreiche Überschriften. Logische interne Verlinkungen. Diese vermeintlich „alten SEO-Grundlagen“ sind nach wie vor das Fundament, mit dem sowohl Suchmaschinen als auch KI-Systeme Inhalte verstehen.

Verändert hat sich nicht das Was, sondern wo diese Einordnung greift.

Earned Media (verdiente Medien) spielen weiterhin eine wichtige Rolle für die Sichtbarkeit. Studien von Muck Rack zeigen, dass externe Medienberichterstattung maßgeblich beeinflusst, wie häufig eine Marke in Suchmaschinen und KI-Antworten dargestellt wird.

Der entscheidende Punkt: Wenn eure eigene Geschichte im Owned Content nicht klar definiert ist, schließen Paid, Shared und Earned Media diese Lücken nicht. Im Gegenteil. Ohne klare Grundlage entstehen unterschiedliche Narrative und ein inkonsistentes Gesamtbild

Für PR-Teams ist das besonders relevant, weil es um mehr geht als nur Reichweite. Wenn Newsroom-Inhalte nicht klar genug oder sauber strukturiert sind, beantworten KI-Systeme Fragen trotzdem – nur ohne eure Inhalte. Dabei gehen Nuancen verloren, Zusammenhänge werden verkürzt und Quellen nicht immer korrekt zugeordnet.

Im schlimmsten Fall füllt KI diese Lücken mit Annahmen, veralteten Informationen oder Drittquellen, die eure Position gar nicht widerspiegeln.

Deshalb ist es so wichtig, hier ordentlich zu arbeiten. SEO sorgt dafür, dass PR-Inhalte indexiert, gerankt und geklickt werden. GEO baut auf denselben Grundlagen auf, entscheidet aber darüber, ob Inhalte von KI ausgewählt, zusammengefasst und korrekt zitiert werden.

Für die meisten Newsrooms reicht es, das zu schärfen, was bereits funktioniert.

 

Was ist SEO vs GEO für PR-Newsrooms?

Da du jetzt weißt, warum beide Konzepte relevant sind, lohnt sich ein genauer Blick auf ihre Rolle im Newsroom-Alltag. Denn auch wenn sich SEO und GEO überschneiden, erfüllen sie unterschiedliche Funktionen dabei, wie Inhalte gefunden und weiterverwendet werden.

 

Was ist Search Engine Optimization (SEO) im Newsroom-Kontext?

SEO sorgt dafür, dass deine Newsroom-Inhalte auftauchen, wenn Menschen nach glaubwürdigen, offiziellen Informationen über dein Unternehmen suchen. Und dass Suchmaschinen auch verstehen, was sie da gefunden haben.

Konkret heißt das: PR-Meldungen und Storys werden so aufgebaut, dass Suchmaschinen sofort erfassen, worum es geht, warum das Thema relevant ist und wie es in den größeren Kontext eures Newsrooms passt.

Starke SEO-Arbeit für PR-Teams läuft meist auf ein paar zentrale Punkte hinaus:

  • Relevante Keywords und Fragestellungen recherchieren, nach denen Zielgruppen tatsächlich suchen
  • Inhalte klar an diesen Begriffen ausrichten, ohne sie zu überladen
  • Präzise, beschreibende Überschriften verwenden, die Thema und Begrifflichkeit aufgreifen
  • Intern auf passende Meldungen, Updates und Hintergrundseiten verlinken
  • extern auf verlässliche Quellen verlinkt, etwa bei Zahlen, Studien oder Daten
  • Saubere Metadaten pflegen, also H1, Title-Tag, URL-Struktur und Meta-Description, die den Kontext eindeutig machen

Richtig umgesetzt sorgt SEO in der PR-Arbeit dafür, dass Newsroom-Inhalte genau in dem Moment sichtbar werden, in dem Journalist:innen, Stakeholder oder andere Zielgruppen aktiv danach suchen.

 

Was ist Generative Engine Optimization (GEO) im Newsroom-Kontext?

GEO (und AEO) stellt sicher, dass Newsroom-Inhalte nicht nur gefunden, sondern auch tatsächlich genutzt werden können.

Der Fokus liegt darauf, ob KI-Systeme Inhalte sicher verstehen, relevante Informationen herausziehen und sie in eigenen Antworten wiederverwenden können. Dazu zählen KI-gestützte Suchergebnisse, Zusammenfassungen und Answer Engines, häufig ohne dass Nutzer überhaupt noch auf eure Website klicken.

Damit das funktioniert, müssen Systeme in Sekunden erfassen können, wer spricht, was als Fakt gilt, was eine Ankündigung konkret bedeutet und welche Quelle verlässlich genug ist, um zitiert zu werden.

GEO-taugliche Newsroom-Inhalte entstehen in der Praxis durch:

  • Klare Angaben zu Autorenschaft, Veröffentlichungsdatum und Quellen
  • Eine prägnante Zusammenfassung am Anfang, die die zentrale Frage sofort beantwortet
  • Eine Struktur nach dem Prinzip der umgekehrten Pyramide, mit den wichtigsten Informationen ganz oben
  • Überschriften und Zwischenüberschriften, die echte Fragen der Zielgruppe widerspiegeln
  • Klare, sachliche Sprache ohne Marketing-Floskeln oder implizite Annahmen
  • Eine Struktur, in der zentrale Fakten für sich stehen und nicht versteckt sind
  • Konsistente Veröffentlichung und saubere Attribution zur Stärkung der Glaubwürdigkeit

Wer GEO konsequent umsetzt, erhöht die Wahrscheinlichkeit deutlich, dass Newsroom-Inhalte von KI korrekt zusammengefasst, zugeordnet und ausgespielt werden, wenn Systeme Fragen zur Marke beantworten.

 

Zusammenfassung: SEO vs GEO im Online-Newsroom

  PR-SEO PR-GEO
Primäres Ziel Inhalte auffindbar machen und in Suchergebnissen platzieren Inhalte so aufbereiten, dass sie von KI ausgewählt, zusammengefasst und zitiert werden
Optimiert für
Suchmaschinen und stichwortbasierte Suchanfragen KI-Antworten, Zusammenfassungen und generative Suchergebnisse
Moment der Auffindbarkeit Wenn Nutzer aktiv nach einem Thema suchen Wenn KI-Systeme Antworten generieren, oft noch vor einem Klick
Zentraler Fokus Stichwörter, Struktur und Relevanz Klarheit, Glaubwürdigkeit und Wiederverwendbarkeit
Content-Struktur Optimierte Seiten mit klaren Überschriften und interner Verlinkung Stichpunkte, Zusammenfassungen, FAQs und umgekehrte Pyramide mit Kernfakten am Anfang
Schreibstil Informativ und suchmaschinenfreundlich Frage-Antwort-orientiert und ohne zusätzlichen Kontext verständlich
Wichtige Signale Überschriften, interne Links, Metadaten Zusammenfassungen, Autorenschaft, Quellenangaben, expliziter Kontext
Erfolg zeigt sich durch Rankings, Impressions und Klicks Korrekte Zusammenfassungen, Zitationen und saubere Markenzuordnung

 

 

Wo GEO stattfindet: die wichtigsten Kanäle

Das Herausfordernde an GEO ist, dass es keinen festen Ort hat. Es spielt sich über eine wachsende Zahl KI-gestützter Such- und Antwortformate ab – genau dort, wo Inhalte aus eurem Newsroom zitiert, zusammengefasst oder indirekt genutzt werden.

Wer versteht, wo diese KI-Touchpoints entstehen, kann als PR-Team gezielt entscheiden, wie Inhalte strukturiert und veröffentlicht werden müssen.

 

KI-Overviews und Suchergebnisse

KI-gestützte Suchergebnisse sind für viele Nutzer inzwischen der erste Kontaktpunkt. Statt einer Liste von Links sehen sie eine zusammengefasste Antwort, die aus mehreren Quellen erstellt wird.

Dazu zählen unter anderem:

  • Google-AI-Overviews, die Antworten direkt in den Suchergebnissen zusammenfassen
  • Bing- bzw. Microsoft-Copilot-Zusammenfassungen, bei denen KI-Inhalte aus dem Web zu einer einzigen Antwort gebündelt werden

In diesen Umgebungen hängt die Sichtbarkeit weniger von der Platzierung ab als davon, überhaupt verständlich und vertrauenswürdig genug zu sein, um berücksichtigt zu werden.

 

Answer Engines (Antwortmaschinen) und KI-Assistenten

GEO spielt sich nicht nur in Suchmaschinen ab. Ein großer Teil passiert inzwischen in spezialisierten Antworttools und dialogbasierten KI-Interfaces.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • Perplexity, das Antworten direkt mit Quellen belegt
  • Chatbasierte KI-Assistenten wie ChatGPT, die Fragen dialogisch beantworten und dabei auf vertrauenswürdige Webinhalte zurückgreifen

Diese Systeme greifen besonders häufig auf Newsroom-Inhalte zurück, weil sie:

  • aktuell und faktenbasiert sind
  • erklären statt zu verkaufen
  • mit klarer Urheberschaft und Attribution veröffentlicht werden

Für PR-Teams bedeutet das 2026 ganz konkret: Euer Newsroom wird unter Umständen zuerst von KI-Systemen gelesen, lange bevor ein Mensch den Inhalt sieht.

 

So gelingt der Einstieg: praktische GEO- und SEO-Schritte für Newsrooms

Genug Theorie. Schauen wir auf die konkreten Maßnahmen, mit denen du deinen Newsroom von „SEO-ready“ zu „GEO-ready“ weiterentwickelt.

Die gute Nachricht: Niemand muss bei null anfangen. Die meisten Verbesserungen entstehen, wenn du die Grundlagen schärfst, die du ohnehin schon in der Hand hast.

Hier setzt ihr an.

 

1. Autorenschaft und Attribution klar machen

Für KI-Systeme ist entscheidend, wer spricht. Deshalb sollte in jedem einzelnen Online-Newsroom-Beitrag eindeutig erkennbar sein, von wem die Inhalte stammen.

Konkret bedeutet das:

  • Die Organisation klar benennen und, wo sinnvoll, die verantwortliche Sprecherin oder den Sprecher nennen
  • Veröffentlichungsdatum sowie Aktualisierungen sichtbar ausweisen
  • Zitate, Zahlen und Aussagen eindeutig zuordnen

So können KI-Systeme Fakten von Meinungen unterscheiden und haben die nötige Sicherheit, Inhalte korrekt wiederzuwenden und zu zitieren.

 

Praxisbeispiel: Gutes vs schlechtes GEO

Schlecht: Unklare Verantwortlichkeit und Attribution Besser: Klare Autorenschaft und explizite Zuordnung
Überschrift: Unternehmen X nimmt Stellung zu aktuellen Berichten Überschrift: Unternehmen X nimmt Stellung zu aktuellen Berichten
Textauszug: Wir nehmen die Berichterstattung ernst und überprüfen die aktuelle Situation. Weitere Updates folgen, sobald neue Informationen vorliegen.

Byline & date: Statement from Company X – 12 February 2026

Textauszug: Unternehmen X prüft die Situation und wird weitere Updates bereitstellen, sagte Jane Smith, Head of Communications bei Unternehmen X.


Warum das funktioniert: Gleiche Botschaft, aber ein vollkommen anderes Ergebnis. Die zweite Version lässt keinen Zweifel daran, wer spricht, wann die Aussage gilt und wem sie zuzuordnen ist.

 

2. Inhalte in Frage-Antwort-Format strukturieren

KI-Systeme sind darauf ausgelegt, Fragen zu beantworten. Genau das sollte sich auch in euren Inhalten widerspiegeln.

Konkret heißt das:

  • Überschriften so formulieren, dass sie eine konkrete Frage beantworten oder ein klares Ergebnis benennen
  • Zwischenüberschriften nutzen, die typische „Wer/Was/Warum/Wie“-Fragen aufgreifen
  • Jeden Abschnitt so aufbauen, dass er auch ohne vorherigen Kontext verständlich ist

So lassen sich Inhalte leichter extrahieren, korrekt zusammenfassen und zuverlässig weiterverwenden.

 

Praxisbeispiel: Gutes vs schlechtes GEO

Schlecht: erzählerischer Einstieg Besser: Frage-Antwort-Struktur mit Fakten
Überschrift: Company X informiert über aktuelle Entwicklungen. Überschrift: Was hat sich bei Company X geändert – und was bedeutet das für Stakeholder?
Einstieg: Unternehmung X möchte im Anschluss an die neuesten Veränderungen ein Update geben. Das Unternehmen steht im engen Austausch mit relevanten Stakeholdern und wird weitere Informationen bereitstellen, sobald diese verfügbar sind. Einstieg: Unternehmung X hat seine operativen Prozesse aufgrund neuer EU-Vorgaben angepasst. Die Änderungen betreffen die Logistikabläufe in der EU und werden ab dem 1. März 2026 umgesetzt.


Warum das funktioniert:
Die Überschrift setzt einen klaren Rahmen. Die Zusammenfassung liefert sofort die Antwort. Und jeder Abschnitt enthält eigenständige Fakten, die von KI-Systemen präzise zusammengefasst oder zitiert werden können.

 

3. Klare Zusammenfassungen an den Anfang jeder Meldung setzen

Lasst weder Leser:innen noch Maschinen lange nach dem Kern einer Meldung suchen. Wer den Punkt nicht sofort findet, springt ab.

Jeder Newsroom-Beitrag sollte mit einer kurzen Zusammenfassung starten, die klar beantwortet:

  • Was ist passiert?
  • Warum ist das relevant?
  • Wen betrifft es?

Die wichtigsten Kernaussagen explizit voranzustellen, unterstützt sowohl GEO, (bei KI-Zusammenfassungen und Antwortsystemen) als auch PR-SEO, zum Beispiel bei Featured Snippets und erweiterten Suchergebnissen.

 

Praxisbeispiel: Gutes vs schlechtes GEO

Schlecht: Keine Zusammenfassung, Kern der Meldung versteckt Besser: Klare Zusammenfassung am Anfang
Überschrift: Unternehmen X kündigt Änderungen an seinen Lieferkettenprozessen an Überschrift: Warum Unternehmen X seine Lieferkettenprozesse aufgrund neuer EU-Vorgaben anpasst
Einstieg: Company X hat heute Änderungen an seinen Lieferkettenprozessen bekannt gegeben, um sich an veränderte Marktbedingungen anzupassen. Das Unternehmen arbeitet weiterhin eng mit Partnern in der Region zusammen.

Zusammenfassung:

- Was vorgefallen ist: Unternehmen X hat seine Lieferkettenprozesse in der EU an neue regulatorische Vorgaben angepasst.

- Warum das relevant ist: Die Änderungen wirken sich auf Lieferzeiten für europäische Kunden aus.

- Wen es betrifft: Kunden und Logistikpartner in der gesamten EU.

- Gültig ab: 1 April 2026

Einstieg: Unternehmen X hat heute Änderungen an seinen Lieferkettenprozessen bekannt gegeben, um sich an veränderte Marktbedingungen anzupassen …


Warum das funktioniert: Die Geschichte ist identisch. Mit einer kurzen Zusammenfassung am Anfang der Pressemitteilung oder PR-Inhalts lässt sich der Text leichter erfassen, extrahieren und weiterverwenden.

 

4. Klare Sprache verwenden und Offensichtliches benennen

Im GEO-Kontext gibt es nichts Ärgerlicheres, als zitiert zu werden, aber dabei missverstanden zu werden. KI-Systeme haben Schwierigkeiten mit implizitem Kontext. Genau deshalb ist jetzt der Moment für maximale Klarheit.

Konkret heißt das:

  • Internen Jargon und Abkürzungen vermeiden
  • Akronyme und Fachbegriffe erklären
  • Kein Vorwissen über Unternehmen oder Ankündigung voraussetzen

Wenn etwas wichtig ist, sprecht es direkt aus. Klarheit ist immer besser als Wortspielerei.

 

 

Praxisbeispiel: Gutes vs schlechtes GEO

Schlecht: Viel Jargon und impliziter Kontext Besser: Klare Sprache mit explizitem Kontext
Textauszug: Nach Abschluss von Phase 2 ist das Programm nun organisationsweit verankert und ermöglicht eine verbesserte Abstimmung sowie zusätzliche Wertschöpfung im Einklang mit unseren langfristigen strategischen Zielen. Textauszug: Das Unternehmen hat die zweite Phase seines Restrukturierungsprogramms abgeschlossen. In dieser Phase wurden interne Prozesse vereinfacht und die Betriebskosten in den Bereichen Finanzen und Operations gesenkt


Warum das funktioniert: Klare Sprache macht die Absicht eindeutig. Wenn Fakten explizit benannt werden, sinkt das Risiko von Missverständnissen oder Fehlinterpretationen.

 

5. Inhalte HTML-first veröffentlichen, nicht als PDF

KI-Systeme können HTML-Inhalte deutlich besser erfassen als herunterladbare Dateien. Entsprechend bevorzugen sie Inhalte, die leicht lesbar, referenzierbar und strukturiert sind.

Konkret heißt das:

  • Meldungen direkt im Newsroom veröffentlichen, statt sie hinter Downloads zu verstecken
  • PDFs als ergänzende Materialien nutzen, nicht als primäres Format
  • Zentrale Fakten in gut strukturiertem, durchsuchbarem HTML-Text abbilden

Wenn das gut umgesetzt ist, verbessern sich sowohl die Auffindbarkeit als auch die Wiederverwendung in Suchmaschinen und KI-basierten Antworten deutlich.

 

6. Interne Verlinkung im Newsroomgezielt stärken

Ein Newsroom ohne interne Verlinkung ist eine Sammlung einzelner Meldungen. Mit sauberer Verlinkung wird er zu einer Wissensbasis.

Zeig, wie einzelne Inhalte zusammengehören und Teil einer größeren Geschichte sind. Zum Beispiel durch Verlinkungen zwischen:

  • Ankündigungen und passenden Hintergrundartikeln
  • Updates und frühere Veröffentlichungen zum gleichen Thema
  • Produktneuigkeiten und begleitende Aussagen aus Management oder Strategie

Starke interne Verlinkung hilft KI-Systemen, Zusammenhänge zwischen Themen zu erkennen. Es stärkt gleichzeitig deine inhaltliche Autorität in genau den Bereichen, für die du stehen willst.

 

Praxisbeispiel: Gutes vs schlechtes GEO

Schlecht: isolierter PR-Content Besser: Vernetzter Newsroom-Inhalt
Textauszug: Unternehmen X hat heute ein Update zu seiner Nachhaltigkeitsstrategie angekündigt. Das Unternehmen bekennt sich weiterhin zur Reduzierung von Emissionen und zur Unterstützung langfristiger Umweltziele. Textauszug: Company X today announced an update to its sustainability strategy, building on its 2024 emissions reduction plan and previous commitments outlined in its climate roadmap. The update aligns with the company’s long-term sustainability targets set by its executive team.

Weiterführende Inhalte:

- Emissionsreduktionsplan2024 von Unternehmen X
- Klima-Roadmap: Ziele und Meilensteine
- Aussage das Executive-Teams zu Nachhaltigkeitsprioritäten


Warum das funktioniert: Interne und direkt eingebundene „Weiterführende Inhalte“-Links machen aus einer einzelnen Meldung eine zusammenhängende Geschichte. Sie liefern sofort Kontext, führen Leser tiefer ins Thema und helfen KI-Systemen, zu verstehen, wie einzelne Updates mit der übergeordneten Erzählung des Unternehmens zusammenhängen.

 

7. Relevanz und verlässliche Quellen priorisieren

Bei GEO geht es nicht nur um Struktur. Wenn jemand eine Anfrage in ein KI-System eingibt, bewertet es Relevanz und Glaubwürdigkeit im großen Maßstab. Es durchsucht große Mengen an Inhalten, um die Informationen zu finden, die fachlich fundiert sind und wirklich zur Frage passen.

Das heißt: KI-Systeme achten gezielt auf gut belegte, faktenbasierte Inhalte, nicht nur auf saubere Formatierung.

Konkret bedeutet das:

  • Zentrale Aussagen mit Quellen, Daten oder namentlich genannten Sprecher:innen stützen.
  • Bei Studien oder Branchentrends auf externe, etablierte Quellen verlinken
  • Den eigenen Newsroom als primäre Referenz für offizielle Aussagen etablieren

Im Unterschied zu klassischem SEO im PR-Kontext lässt sich das nicht mit ein paar technischen Anpassungen lösen. KI-Systeme priorisieren Substanz vor Taktik. Wenn Inhalte nicht relevant zur Frage sind oder nicht auf glaubwürdigen Quellen basieren, werden sie einfach nicht ausgewählt.

 

8. Inhalte mit grundlegenden Schema-Markups auszeichnen

Schema hilft dabei, Interpretationsspielraum für Maschinen zu vermeiden.

Es funktioniert wie ein Spickzettel für Suchmaschinen und KI-Systeme: Sie erkennen, um welche Art von Inhalt es sich handelt, von wem er stammt und wie er einzuordnen ist.

Konkret heißt das, sicherzustellen, dass euer Newsroom Folgendes unterstützt:

  • Article- oder NewsArticle-Markup
  • Klare Angaben zu Autor und Organisation
  • Veröffentlichungsdatum und Überschrift

Das muss nicht unnötig kompliziert sein. Einfache, konsistente Schema-Auszeichnungen wirken bereits sehr stark, vor allem, wenn sie im gesamten Newsroom einheitlich eingesetzt werden.

 

Beispiel eines Basic NewsArticle Schemas

 

PP Blog Schema Template EXAMPLE

Schema-Vorlage zum Kopieren (NewsArticle)
<script type="application/ld+json">
{
  "@context": "https://schema.org",
  "@type": "NewsArticle",
  "headline": "Unternehmen X passt Lieferkettenprozesse aufgrund neuer EU-Vorgaben an",
  "description": "Unternehmen X hat seine Lieferkettenprozesse in der EU an neue regulatorische Vorgaben angepasst. Die Änderungen wirken sich auf die Lieferzeiten für europäische Kunden aus.",
  "datePublished": "2026-02-12",
  "dateModified": "2026-02-12",
  "author": {
    "@type": "Person",
    "name": "Jane Smith",
    "jobTitle": "Leiterin Kommunikation",
    "worksFor": {
      "@type": "Organisation",
      "name": "Unternehmen X"
    }
  },
  "publisher": {
    "@type": "Organisation",
    "name": "Unternehmen X",
    "logo": {
      "@type": "ImageObject",
      "url": "https://www.unternehmenx.com/logo.png"
    }
  },
  "mainEntityOfPage": {
    "@type": "WebPage",
    "@id": "https://www.unternehmenx.com/newsroom/supply-chain-update-eu-regulations"
  }
}
</script>

 


 

Wie Presspage Newsrooms SEO-und GEO-ready macht

All die genannten Schritte lassen sich deutlich einfacher umsetzen, wenn ein Newsroom von Grund auf auf Struktur, klare Absender und Verständlichkeit ausgelegt ist.

Presspage unterstützt PR-Teams dabei, Owned Content so zu veröffentlichen, dass Suchmaschinen und KI-Systeme ihn problemlos erfassen können. Von HTML-first-Publishing über konsistente Strukturen bis zu klarer Autorenschaft und interner Verlinkung schafft die Plattform die Voraussetzungen für SEO und GEO. Alles ohne zusätzlichen manuellen Aufwand.

Statt PR-Inhalte im Nachhinein für KI-Sichtbarkeit anpassen zu müssen, können sich Teams auf das konzentrieren, was sie am besten können. Das heißt, relevante, verlässliche Geschichten veröffentlichen, mit der Sicherheit, dass die Basis für moderne Suche und KI-Discovery bereits steht.



FAQ zu PR-SEO und PR-GEO im Jahr 2026

Was ist der Unterschied zwischen SEO vs GEO für PR-Newsrooms?

SEO sorgt dafür, dass Inhalte im Corporate Newsroom indexiert, gerankt und über klassische Suchanfragen gefunden werden. GEO entscheidet darüber, ob dieselben Inhalte von KI-Systemen ausgewählt, zusammengefasst und zitiert werden, wenn sie Antworten generieren – oft ohne Klick auf die eigene Website

Was ist der Unterschied zwischen GEO und AEO?

GEO (Generative Engine Optimization) und AEO (Answer Engine Optimization) beschreiben im Kern dasselbe Prinzip: Inhalte so zu strukturieren, dass KI-Systeme sie präzise erfassen, zusammenfassen und zitieren können. Im Fokus stehen Klarheit, saubere Attribution und maschinenlesbare Struktur, nicht nur Rankings. Die Begriffe werden häufig synonym verwendet.

Brauchen PR-Teams noch SEO, wenn GEO wichtiger wird?

Ja. GEO baut auf SEO auf, es ersetzt es nicht. Klare Struktur, starke Überschriften, interne Verlinkung und saubere Metadaten bleiben zentrale Grundlagen. 2026 unterstützen SEO und GEO nicht nur Suchmaschinen, sondern auch KI-gestützte Auffindbarkeit.

Wie entscheiden KI-Systeme, welche Newsroom-Inhalte sie zitieren?

Bevorzugt werden Inhalte, die klar strukturiert, faktenbasiert und eindeutig zugeordnet sind. Beiträge mit transparenter Autorenschaft, präzisen Zusammenfassungen, verlässlichen Quellen und verständlicher Sprache werden eher korrekt in KI-Antworten übernommen.

Können PR-Inhalte in AI-Overviews und Answer-Engines erscheinen?

Ja. Gut strukturierte PR-Inhalte im HTML-Format mit klaren Überschriften, Zusammenfassungen, Datumsangaben und Quellen werden häufig berücksichtigt, besonders wenn sie Entwicklungen verständlich erklären und auf werbliche Sprache verzichten.

Was ist der schnellste Weg, einen Newsroom GEO-ready zu machen?

Die Grundlagen konsequent schärfen: klare Zusammenfassungen am Anfang jeder Meldung, eindeutige Autorenschaft und Quellen, HTML-first veröffentlichen, interne Verlinkung ausbauen und Inhalte so strukturieren, dass die wichtigsten Fakten sofort sichtbar sind.


 

Das Wichtigste auf einen Blick

SEO sorgt dafür, dass euer Newsroom sichtbar wird. GEO entscheidet, ob er zitiert wird.

2026 geht es bei Sichtbarkeit nicht nur um Rankings, sondern darum, ob Inhalte klar, glaubwürdig und strukturiert genug sind, damit KI-Systeme sie aufgreifen und weitergeben. Die gute Nachricht: Niemand muss bei null anfangen. Entscheidend ist ein Newsroom, der auf moderne Auffindbarkeit ausgelegt ist.

Wenn du sehen willst, wie das in der Praxis aussieht, und was PR-Teams jetzt konkret anpassen sollten, dann meldet euch zu unserem kommenden Live-Webinar an:

 


Die Renaissance der Owned Media: Der PR-Leitfaden für KI-Suche in 2026

📅 19. März 2026
🕒 15:00 – 16:00 CET


 

die renaissance der owned media webinar DE visual CTA (1)

Teis Meijer
Post by Teis Meijer
Teis leitet Marketing und PR bei Presspage und sorgt dafür, dass komplizierte PR-Prozesse einfach werden. Mit einer Mischung aus Kreativität und datengetriebener Kommunikation hilft er Marken weltweit, ihre Geschichten noch besser zu erzählen.